Häufigste Ursachen: falscher COM-Port, fehlender Treiber, falscher Gerätetyp in der Konfiguration, defektes USB-Kabel oder eine andere Software, die den Port blockiert. Prüfe der Reihe nach: Ist der Laser eingeschaltet und mit Strom versorgt, ist der Not-Aus-Taster (E-Stop) entsperrt, schließe LaserGRBL oder andere Programme, probiere ein anderes USB-Kabel und wähle den Port manuell unter Devices.
Die automatische Erkennung funktioniert nur, wenn der Controller sich korrekt beim System meldet — viele Maschinen tun das nicht. Füge das Gerät stattdessen manuell hinzu: Edit → Devices → Create manually. Wähle GRBL und den richtigen COM-Port. In der Praxis funktioniert die manuelle Konfiguration schneller und zuverlässiger als die automatische Suche.
Häufigste Ursache ist ein minderwertiges USB-Kabel oder die Windows-Energieverwaltung, die den USB-Port nach kurzer Inaktivität abschaltet. Lösung: Verwende ein kürzeres, abgeschirmtes USB-Kabel (max. 1,5 m), deaktiviere "USB-Selektivsuspendierung" in den Windows-Energieoptionen, und deaktiviere im Geräte-Manager → COM-Port Eigenschaften → Energieverwaltung die Option "Computer darf dieses Gerät ausschalten".
Ursache ist eine Diskrepanz zwischen Start From-Modus und Job Origin-Punkt. Der Frame zeigt den Bereich gemäß aktuellem Modus — ist er falsch eingestellt, startet der Laser woanders. Überprüfe das Panel "Laser" unten rechts — der Modus "Absolute Coords" ist für Einsteiger am einfachsten, da das Projekt genau dort liegt, wo es auf dem LightBurn-Raster gezeichnet ist.
Absolute Coords — Projekt startet genau dort, wo es auf dem Arbeitsraster liegt. Einfachster Modus.
Current Position — Projekt startet relativ zur aktuellen Kopfposition. Der Job Origin-Punkt bestimmt, welche Ecke/Mitte des Projekts mit dem Kopf übereinstimmt.
User Origin — Projekt startet relativ zu einem zuvor gespeicherten Referenzpunkt (über die Set User Origin-Taste an der Maschine gesetzt).
Schuld ist meistens eine falsche Device Origin-Konfiguration — der Startpunkt der Maschine. Gehe zu Edit → Device Settings und prüfe ob "Origin" (links unten, links oben, rechts unten oder rechts oben) zur tatsächlichen Home-Position deiner Maschine passt. Fährt die Maschine nach dem Einschalten in die linke obere Ecke — setze den Origin dort.
Fill funktioniert ausschließlich auf geschlossenen Formen. Hat ein Vektor auch nur eine winzige Lücke, behandelt LightBurn ihn als offen und kann den Füllbereich nicht bestimmen. Markiere die Form → Edit → Auto-Join selected shapes (Alt+J), damit LightBurn versucht, die Pfade zu schließen. Prüfe auch im Node Editor (Edit → Node Editor), ob keine getrennten Knotenpunkte vorhanden sind.
LightBurn zeigt das Projekt standardmäßig im Wireframe-Modus (nur Konturen). Das ist normal — der Arbeitsbereich zeigt niemals Füllungen so, wie sie graviert werden. Verwende immer Preview (Alt+P), um das tatsächliche Ergebnis vor dem Start zu sehen. Preview zeigt genau, was und in welcher Reihenfolge ausgeführt wird.
LightBurn führt Ebenen von oben nach unten im Cuts/Layers-Panel aus. Standardvorgehen: zuerst Gravur (Fill), dann Konturschnitt (Line/Cut). Wenn du zuerst ausschneidest, kann sich das Material verschieben und die Gravur trifft nicht die richtige Stelle. Ziehe Ebenen im Panel, um die Reihenfolge zu ändern.
Es gibt keine Universaleinstellung. Wichtige Parameter: Image Mode (Jarvis, Stucki oder Newsprint für Fotos auf Holz), Line Interval (0,1–0,2 mm für gutes Detail), Leistung 15–25% und Geschwindigkeit 2000–4000 mm/min für Holz. Beginne mit einem kleinen Testmaterialstück.
Häufigste Fehler: zu hohe Leistung (Verbrennung), Modus "Grayscale" statt Dithering, zu großes Line Interval (sichtbare Streifen).
LightBurn hat eine Rotary/Tiling-Funktion für große Projekte, aber die einfachste Lösung ist, das Projekt manuell zu teilen. Nutze das Boolean-Werkzeug oder ein einfaches Rechteck als Maske und exportiere das Projekt in Teilen. Für zylindrische Gravuren (z.B. Becher) nutze das Rotary-Modul. Für sehr große Formate prüfe, ob die Maschine den "Pass-through"-Modus unterstützt.
Häufigste Ursachen: falscher Fokus, verschmutzte Linse oder Schutzfenster, zu hohe Geschwindigkeit, zu wenige Durchgänge (Passes). Prüfe den Fokus — schon 1 mm Abweichung reduziert die Schneidleistung erheblich. Reinige die Optik mit einem trockenen Mikrofasertuch. Erhöhe die Passes auf 2–3 statt die Leistung auf Maximum zu stellen (schädigt die Diode).
Ursache kann Scanning Offset (Versatz bei Richtungswechseln), mechanisches Spiel (Backlash) oder sich verschiebendes Material sein. In LightBurn: Edit → Device Settings → Scanning Offset Adjust — hier kannst du den Versatz für verschiedene Geschwindigkeiten kalibrieren. Prüfe auch, ob das Material flach liegt und nicht auf dem Tisch verrutscht.
Verkohlung entsteht durch zu hohe Leistung oder zu langsame Geschwindigkeit. Lösungen: Aktiviere Air Assist (Gebläse vertreibt Rauch und kühlt), erhöhe die Schneidgeschwindigkeit, reduziere die Leistung und füge mehr Durchgänge hinzu, prüfe den Fokus. Auf Sperrholz kannst du auch Abdeckpapier aufkleben — schützt die Oberfläche vor Verbrennungen.
Häufigste Ursache ist eine Einheiten- oder DPI-Diskrepanz. Für SVG: Prüfe, ob die Datei mit 72 DPI oder 96 DPI erstellt wurde (Inkscape verwendet standardmäßig 96 DPI). Beim Import fragt LightBurn nach dem DPI — wähle den richtigen Wert. Für DXF: Zoll und Millimeter werden leicht verwechselt. In LightBurn: File → Import → Skalierungsoptionen beim Import prüfen.
Zwei Ursachen: Beginner Mode blendet erweiterte Optionen aus, oder Unterschiede durch den Lasertyp (GRBL vs. DSP vs. Galvo haben unterschiedliche Einstellungen). Beginner Mode deaktivieren: Help → Beginner Mode (Häkchen entfernen). Prüfe auch die LightBurn-Version — ab Version 2.0 hat sich die Benutzeroberfläche geändert und einige Funktionen wurden verschoben.
Nutze die Material Library (Window → Material Library). Du kannst eigene Profile für bestimmte Materialien, Stärken und Operationen speichern. Danach einfach das Profil auf eine Ebene ziehen — fertig. Eine der besten Funktionen von LightBurn für regelmäßige Nutzer.
Ja (Gravur und Schnitt): Holz, Sperrholz, MDF, Naturleder, Filz, Pappe, Kork, Gummi.
Ja (nur Gravur): Edelstahl mit Cermark-Spray, eloxiertes Aluminium, Keramik, dunkles Acryl (Schnitt schwach).
NEIN: PVC/Vinyl (Chlor!), Polycarbonat, ABS, chlorhaltige Laminate, Spiegel, gehärtetes Glas, chromhaltige Materialien.
Diodenlaser emittieren blaues Licht (~450 nm), das transparentes Acryl durchlässt statt es zu absorbieren. Ergebnis: kein Schnitt. Lösungen: Verwende farbiges oder milchiges Acryl (dunklere Farben funktionieren besser), trage schwarze Sprühfarbe auf die Schnittfläche auf (nach dem Schnitt abwaschen), oder kaufe einen CO2-Laser, der jedes Acryl schneidet.
Du benötigst ein Metallmarkierungsspray — Cermark, Thermark oder eine günstigere Alternative mit Molybdändisulfid (MoS2). Trage eine dünne, gleichmäßige Schicht auf das Metall auf, lass es trocknen, graviere mit voller Leistung und niedriger Geschwindigkeit (ca. 500–1000 mm/min), wasche das Spray danach ab — es bleibt eine dauerhafte schwarze Markierung. Ohne Spray kratzt der Diodenlaser das Metall nur.
Ja, das ist die beste Praxis und sollte immer eingehalten werden. Preview (Alt+P) zeigt den tatsächlichen Laserweg, die Reihenfolge der Operationen, die Dauer und mögliche Positionierungs- oder Füllprobleme. Viele Fehler — besonders bei Fill und Positionierung — sind in der Vorschau sichtbar, bevor du Material verschwendest. Die Prüfung dauert 5 Sekunden und spart Material.
LightBurn hat keine einfache "Werkseinstellung zurücksetzen"-Funktion, aber du kannst: 1) Edit → Device Settings prüfen — Max Speed und Acceleration auf die Werte aus der Dokumentation deines Lasers zurücksetzen. 2) Prüfe, ob die Taste "S" gedrückt ist (Testmodus ohne Brennen). 3) In den Ebeneneinstellungen prüfen, ob die Leistung nicht versehentlich auf 0–5% gesetzt ist. 4) Help → Restore Factory Settings (falls in deiner Version verfügbar).
Im Cuts/Layers-Panel die Schnittebene (Line/Cut) nach unten ziehen — LightBurn führt Ebenen von oben nach unten aus. Hast du Gravur (Fill) und Schnitt (Line) — Fill muss oben sein, Line/Cut unten. Prüfe auch die Optimization Settings (Schaltfläche neben Start) — dort kannst du die Ebenenprioritätsreihenfolge einstellen.
LightBurn kostet 60 $ für Dioden- und GRBL-Laser oder 80 $ für DSP/Ruida (CO2). Es handelt sich um eine einmalige Zahlung mit lebenslangem Zugang und einem Jahr kostenloser Updates. Es gibt eine 30-tägige Testversion mit vollem Funktionsumfang — einfach von lightburnsoftware.com herunterladen und ohne Lizenzschlüssel installieren.
Gehe zu Laser Tools → Material Test. Stelle den Leistungsbereich (z.B. 10–90%) und den Geschwindigkeitsbereich (z.B. 500–3000 mm/min) sowie Spalten- und Zeilenanzahl ein. LightBurn generiert ein Raster aus Rechtecken mit verschiedenen Kombinationen — jedes Rechteck ist mit seinen Werten beschriftet. Graviere/schneide auf einem Stück des Zielmaterials und wähle das am besten aussehende Quadrat — das sind deine optimalen Einstellungen.